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LOCATION:Nidwaldner Museum Winkelriedhaus Engelbergstrasse 54a, 6370 Stans
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DESCRIPTION:Im Künstlerinnen-Gespräch mit Esther Wicki-Schallberger und Sabine Amstad, Grossnichte von Franz Amstad, über die Werke mit der Kuratorin Bettina Staub. \n\nÜbernatürliches Licht, Spiegelungen, leuchtende Farben, Nachtlandschaften und Heilige: Die aktuelle Ausstellung im Nidwaldner Museum zeigt - ausgehend von der Blütezeit der Hinterglasmalerei in der Zentralschweiz im 18. Jahrhundert - Werke aus fünf Jahrhunderten.\n\nDie Ausstellung kombiniert Werkgruppen historischer Hinterglasgemälde mit Arbeiten aktueller Künstlerinnen und Künstler, die in dieser Technik arbeiten. Werke von Silvia Gertsch, Romuald Etter, Flavio Micheli und Esther Wicki-Schallberger stehen Objekten aus dem 17. bis 19. Jahrhundert gegenüber. Über Motive und visuelle Aspekte der Hinterglasmalerei ergeben sich überraschende Verbindungen. \n\nSurseer Hinterglasmalerei \nIm späten 17. und 18. Jahrhundert kommt es mit dem Schaffen der Künstlerfamilien Abesch aus Sursee und Meyer aus Grosswangen zu einer Blütezeit der Hinterglasmalerei in der Zentralschweiz. Als bedeutendste Vertreterin gilt Anna Barbara Abesch (1706 – 1773). Als Tochter von Johann Peter Abesch (1666–1731) erhielt Anna Barbara ihre künstlerische Ausbildung sehr wahrscheinlich im väterlichen Atelier. Ihr erstaunlich grosses Oeuvre – es haben sich rund 300 Werke erhalten – legt den Schluss nahe, dass sie eine Werkstatt mit mehreren Angestellten führte und eine erfolgreiche Geschäftsfrau war, die über ein weitverzweigtes Beziehungsnetz verfügte. Zu ihren Auftraggebern gehörten bedeutende Klöster, Kirchen, Geistliche und Adelsfamilien in der Region, aber auch im nahen Ausland. Die Hinterglasgemälde der Brüder Leodegar (1718 – 1792) und Johann Crescenz Meyer (1735 – 1824) aus Grosswangen sind in Maltechnik und Stil den Werken von Anna Barbara Abesch sehr ähnlich.\n\nÜbernatürliches Licht\nSilvia Gertschs Serie Handy Girls zeigt Porträts junger Frauen, die hochkonzentriert auf ihre Smartphones blicken. Der Widerschein der Bildschirme legt sich auf die Gesichter und taucht sie in geheimnisvolles Licht. Handy und junge Frau verschmelzen zu einer Einheit, die ein Mysterium zu bergen scheint. Auch die Heiligen in den historischen Hinterglasgemälden sind in übernatürliches Licht getaucht. Sie bilden mit der Lichtquelle, die anders als das Handy ausserhalb der menschlichen Sphäre liegt, eine mystische Einheit.\n\nNachtlandschaften\nRomuald Etters Petits Cauchemars sind mit gestischem Pinselstrich gemalte innere Nachtlandschaften. Bilder aus Albträumen verbinden sich mit nahen und fernen Räumen, die im Dunkel der Nacht liegen, zu einem Zustand zwischen Traum und Realität. Auch Silvia Gertschs Night Walks, die wie Filmstills wirken, lassen augenblicklich das Untergründige und Mysteriöse anklingen. Die Hinterglasgemälde von Silvia Gertsch und Romuald Etter treffen in der Ausstellung auf kleinformatige, expressive Ölskizzen des Luzerner Landschaftsmalers Robert Zünd (1827 – 1909) und auf barocke Darstellungen der Kreuzigung und des toten Christus im Grab.\n\nAssemblagen und Collagen\nEsther Wicki-Schallbergers Objekte und Gemälde nehmen wie die Hinterglasmalereien von Franz Amstad (1892 – 1961) Bezug auf die Tradition der religiösen Volkskunst. Esther Wicki-Schallberger ist eine passionierte Sammlerin. Mittels Assemblage und Collage kombiniert sie Fundobjekte, Naturmaterialien und Erinnerungsstücke und legt in überraschenden neuen Kombinationen poetische und surrealistische Bedeutungsebenen frei.\n\nUnschärfe und Spiegelung\nFlavio Micheli ist mit grossformatigen abstrakten Werken hinter Opalglas vertreten. Die Malerei erscheint unscharf und entzieht sich permanent dem suchenden Auge. Anders als Gemälde hinter durchsichtigem Glas, wo Konturen und Farben in voller Klarheit erscheinen, fordern Flavio Michelis Aspects die visuelle Wahrnehmung heraus.\n\nHinterglasmalerei – historische und aktuelle – zeichnet sich aus durch eine intensive, emailartige Farbigkeit, durch eindrückliche Lichtwirkungen und durch ausgeprägte Spiegelungen, die Umgebung und Betrachtende einbeziehen.\n\nDie Ausstellung im Nidwaldner Museum Winkelriedhaus lädt dazu ein, diese besonderen Qualitäten der Hinterglasmalerei im Zusammenspiel von Alt und Neu zu erleben. Sie dauert bis zum 7. Juni 2026. \n\nhttps://www.nidwaldner-museum.ch\n\nKontakt\nNidwaldner Museum \nVerwaltung\nPostfach 1241\nMürgstrasse 12\n6371 Stans\n+41 41 618 73 60\n\nVerfügbarkeit / Datum, Zeit\n27.5.2026 18:30 - \n\nPreis\nCHF 7.00 / 4.00\nKinder und Jugendliche unter 16 Jahren: Kostenlos\n\n\nDas Angebot im Detail: https://www.guidle.com/angebote/1235865606/kunstlerinnen-gesprach_mit_esther_wicki-schallberger_-_hinter_glas/stans\nQuelle: https://www.myfarm.ch
SUMMARY:Künstlerinnen-Gespräch mit Esther Wicki-Schallberger - HINTER GLAS
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