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Die Wiener Werkstätte 1903 - 1932 und ihre Künstlerinnen

Volkshochschule Solothurn, Solothurn

Gehen Sie mit unserer Referentin Andrea Végh auf eine Reise durch das Bauhaus und seine Künstlerinnen.

Von Anfang an, bereits ab 1867 nahm die Wiener Kunstgewerbeschule Frauen auf. So konnte sich ein neues Rollenverständnis und Selbstbewusstsein angehender Kunstgewerblerinnen bis hin zur Architektin entwickeln. Fünf von ihnen gründeten mit fünf männlichen Kollegen 1901 die «Wiener Kunst im Hause», welche die 1903 gegründete Wiener Werkstätte beeinflusste. Unter ihnen waren die Textil- und Keramikkünstlerin Jutta Sika, die Möbelbauerin Else Ungar sowie der Architekt Wilhelm Schmidt. Als Gründer der Wiener Werkstätte galten jahrzehntelang nur Dagobert Peche, Josef Hoffmann und Koloman Moser, zusammen mit dem Mäzen Fritz Waerndorfer. Häme gegenüber Frauen folgte: Der Maler Julius Klinger sprach vom «Wiener Weiberkunstgewerbe». Der streitbare Architekt A. Loos vom «Wiener Weh». Andere `Herren’ von unerträglicher «Pupperlwirtschaft». Hingegen übermittelte die Keramikerin Vally Wieselthier 1930 vor ihrer Ausreise nach Amerika an Präsident Roosevelt : «Tell these people who I am”. Heute zeugt ein Teppich, von Iris Andraschek 2011 auf dem Asphaltboden neben der ehemaligen Wiener Werkstätte geschaffen, von den berühmten Werken dieser Künstlerin.

Ausgewählte Künstlerinnen der Wiener Werkstätte (WW) waren:

Elena Luksch-Makowski, die ab 1904 Silberreliefs für Möbel- und Wandvertäfelungen schuf. Minka Podhajska produzierte und vertrieb ab 1905 Spielzeugfiguren im Rahmen der «Kunst-für-das-Kind Bewegung». Therese Trethahn entwarf Textilien und Geschirr. Die Männer bauten häufig Möbel, die von den Frauen mit Dekor und (Silber)beschlägen versehen wurden. Ab 1907 vertrieb die WW (Wiener Werkstätte) Postkarten v. Jutta Sika, Mathilde Flögl, Heddi Hirsch, Fritzi Löw, Felice Rix. Helene Gabler malte Dekore für die von Joseph Hoffmann entworfenen Kriegsgläser. A. Rosa Krenn schuf Stoffmuster. Reni Schaschl, Mathilde Flögl und Mela Köhler experimentierten mit verschiedenen Techniken. Maria Likarz prägte die Gebrauchsgrafik der WW im Auftrag. Eine Übersicht ihrer Werke illustriert den Stil der Wiener Werkstätte, die auch das Bauhaus beeinflusste.

Kursleitung: Dr. Andrea Végh, Dr. phil. In Geschichts- und Kunstwissenschaften, Kunstgeschichte, Archäologie und Soziologie

Data

22.04.2026
18:30 - 20:00

Price

Standard CHF 34.–
Mitglied CHF 32.30
Caritas KulturLegi CHF 23.80

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Hauptbahnhofstrasse 8
4500 Solothurn

Tel 032 626 40 10
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  • Art in general
  • Architecture / Design
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  • History
  • Society questions

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  • Open to all

Access for disabled people

  • Partially wheelchair accessible

Access conditions

  • Kulturlegi: Reduction

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