Kunst
Frank Stella und die zerstörten Holzsynagogen Sonderausstellung
Jüdisches Museum der Schweiz, Basel
Frank Stella und die zerstörten Holzsynagogen. Sonderausstellung
Der US-amerikanische Künstler Frank Stella (1936–2024) schuf eine Serie von Collagen, «Maquetten» und monumentalen Plastiken unter dem Titel «Polish Village» (1970–1973). Die Arbeiten beziehen sich auf rund 70 osteuropäische Ortschaften mit prächtigen Holzsynagogen. In diesen Holzsynagogen versammelten und beteten die jüdischen Gemeinden vom 17./18. bis ins 20. Jahrhundert. Fast alle Synagogen wurden zerstört: in Pogromen, durch Feuer, im Ersten Weltkrieg und endgültig durch die Nationalsozialisten.
Zu dieser Serie inspirierte Frank Stella ein Buch des Architekten-Ehepaars Maria und Kazimierz Piechotka aus dem Jahr 1959, das die zerstörten Synagogen dokumentiert: «Wooden Synagogues» (Polnisch: «Bóżnice drewniane», erschienen 1957). Es enthält Vorkriegsfotografien und Architekturskizzen zusammen mit Informationen über die früheren Gemeinden.
Anhand desselben Werkes baute Moshe Verbin Modelle der Synagogen. Verbin wurde 1920 in Sokółka geboren und konnte 1936, mit 16 Jahren, ins britische Mandatsgebiet Palästina auswandern, wo er den Kibbuz Yakum mit aufbaute. Als er «Wooden Synagogues» in die Hände bekam, begann er, die Synagogen seiner Kindheit im Kleinformat nachzubauen.
Datum
Adresse
Jüdisches Museum der Schweiz
Vesalgasse 5
4051 Basel
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Kategorie
- Kunst
Art der Ausstellung
- Sonderausstellung
Webcode
www.myfarm.ch/i4fbGy